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Ordensgemeinschaft
der Barmherzigen Brüder
Montabaur

Generaloberer Br. Michael Schmunk FMM

Herzlich Willkommen

wir freuen uns, dass Sie sich für unseren Orden interessieren und möchten Sie einladen, sich auf den nächsten Seiten über uns, unsere Philosophie und unsere Arbeit zu informieren.

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Vielen Dank.
Generaloberer Br. Michael Schmunk FMM

„Caritas Christi urget nos“

Die Liebe Christi drängt uns
(Wahlspruch unserer Ordensgemeinschaft)

Bruder Ignatius (Peter) Lötschert

Die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Montabaur wurde im Jahr 1856 von Br. Ignatius (Peter) Lötschert gegründet. Der Wahlspruch der Gemeinschaft lautet: „Caritas Christi urget nos“ und bedeutet „Die Liebe Christi drängt uns“. Dieser hat bis zum heutigen Tag nichts von seiner Aktualität und Aussagekraft verloren.

Seit der Gründung der Ordensgemeinschaft steht im Vordergrund der religiösen Aktivitäten das vielfache Bemühen, dem Auftrag im Sinne des Evangeliums gerecht zu werden, der die Zuwendung zu den Menschen beinhaltet, die alt, hilfesuchend und bedürftig sind. Christlicher Glaube und professionelles Engagement gehören in unserem Haus untrennbar zusammen und lassen sich aus der biblischen Grundlage ableiten.

Unsere Ordens-Aktivitäten

170 Jahre Nächstenliebe: Die Barmherzigen Brüder feiern Jubiläum

Seit fast zwei Jahrhunderten prägt die Ordensgemeinschaft das soziale Gesicht von Montabaur und dem Westerwald. Was 1856 mit einer kleinen Gruppe begann, entwickelte sich zu einer weltweiten Erfolgsgeschichte der Caritas.

Montabaur. Es ist ein entscheidendes Ereignis, das die Kongregation der Barmherzigen Brüder in Montabaur in diesem Jahr mit Stolz und Dankbarkeit feiert: Vor 170 Jahren, am 29. Juni 1856, legte der Westerwälder Peter Lötschert – später bekannt als Bruder Ignatius – den Grundstein für eine Gemeinschaft, die bis heute für bedingungslose Hilfe steht. Unabhängig von Alter, Stand oder Konfession verschrieben sich die Brüder der Pflege von Menschen in Not. Dieses Jubiläum wird am 29. Juni mit einem feierlichen Festgottesdienst gewürdigt.

Vom Kaufmann zum Ordensgründer

Die Wurzeln der Gemeinschaft liegen im heutigen Höhr-Grenzhausen, wo Peter Lötschert 1820 als drittes von neun Kindern geboren wurde. Obwohl ihm der Weg zum Priesteramt wegen fehlender Gymnasialbildung verwehrt wurde, fand er seine Berufung in der Krankenpflege. Inspiriert durch die Vinzenz- und Piusvereine und fachlich ausgebildet bei den Alexianern in Aachen, begann er 1852 in Hillscheid Gleichgesinnte um sich zu scharen.

Ein entscheidender Rückhalt war dabei die Heilige Katharina Kaspar. In engem Austausch mit dem Limburger Bischof setzte sie sich für Lötscherts Vorhaben ein. Lötschert und die Heilige Katharina Kaspar kannten sich persönlich und schätzten ihr gegenseitiges Wirken sehr. Schließlich wurden Lötschert und drei Gefährten am 29. Juni 1856 in der Kapelle der Armen Dienstmägde in Dernbach eingekleidet. Ihr Leitspruch „Die Liebe Christi drängt uns“ (Caritas Christi urget nos) wurde zum Fundament ihres Wirkens. Aus Peter Lötschert wurde Bruder Ignatius.

Ein Erbe, das die Region formte

Was zunächst ohne eigenes Haus begann, wuchs schnell: 1860 entstand das Mutterhaus in Montabaur, 1883 folgte das erste Krankenhaus. In der Blütezeit weitete sich das Engagement auf 45 stationäre Einrichtungen in Deutschland, den Niederlanden und den USA aus – von Reha-Kliniken bis hin zu psychiatrischen Zentren.

Besonders in Montabaur ist das Wirken der Brüder tief im kollektiven Gedächtnis verwurzelt. Sie gaben zahllosen Menschen Arbeit, förderten und forderten ihre berufliche Lebenswege,  retteten Verfolgte vor dem NS-Regime, sicherten Heimatvertriebenen die Existenz und bewahrten nach den Weltkriegen unzählige Kinder, Frauen und Männer durch Armenspeisungen vor dem Hungertod. Bis heute bleibt die Gemeinschaft ihren Wurzeln treu: Die Bedürftigen-Speisung gehört weiterhin zum festen Angebot.

Blick in die Zukunft

Heute besteht die Ordensgemeinschaft in Montabaur – wie zu ihrer Gründungsstunde – aus vier Mitgliedern: Dem Generaloberen Bruder Michael sowie den Brüdern Erich, Quirin und Andreas. Auch wenn die strukturellen Veränderungen der Zeit Spuren hinterlassen haben, schmälert dies nicht die Vorfreude auf das Jubiläum.

Aufgrund der kleinen Gemeinschaft verzichten die Brüder auf große öffentliche Festlichkeiten. Stattdessen feiern sie das 170-jährige Bestehen in einem würdigen, kleineren Rahmen mit geladenen Ehrengästen – getreu ihrem Wesen: bescheiden, aber im Dienste der Mitmenschen. Interessierte jedoch sind  herzlich eingeladen, das neue entstandene Mutterhaus nach Rücksprache zu besichtigen. 

72 Stunden Aktion des BdkJ

Projektpartner bei der 72-Stunden-Aktion

Wir, die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder in Montabaur, sagen Danke

Zum ersten Mal war unsere Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder in Montabaur, ein Teil bei der 72-Stunden-Aktion, organisiert vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Jugendverbände. Als Projektpartner wollten wir die großartige Sozialaktion gerne unterstützen und waren sehr gespannt: Wir trafen mit unserer Gemeinschaft auf eine andere Art der Gemeinschaft. Es war eine Klassengemeinschaft der Berufsfachschule2 der Berufsbildenden Schule in Montabaur. Zusammen folgten wir dem Leitgedanken – die Welt ein Stückchen besser machen – und ziehen nach Abschluss der Aktion ein positives Fazit: Wir sind dankbar, unsere Unterstützung gegeben zu haben.

Die 72-Stunden-Aktion fand bundesweit zum dritten Mal statt. Ihr erklärtes Ziel ist, Solidarität zu leben und zu stärken, unabhängig von der Konfession, der Religion und der Nationalität. In diesem Jahr waren rund 76 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in etwa 2 700 Gruppen angemeldet, sowie knapp 70 000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Es gab ein riesiges Projektangebot, das über den Bau von Bienenhotels, dem Gestalten eines Festes, dem Anlegen eines rollstuhlgerechten Hochbeetes bis hin zu vielen Projekten für den Klimaschutz reichte. Hauptunterstützer waren das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Bischofskonferenz, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Wir wurden Unterstützer, was eher an einem Zufall gelegen hat. In jedem Bistum wurden die Ideen gesammelt, aufgearbeitet, koordiniert und organisiert. Für das Bistum Limburg hatte der Koordinierungskreis der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit, federführend Sophie Bourger, die Arbeiten übernommen. Dem Koordinierungskreis gehörte auch Dirk Heuser an, den wir schon lange kennen. Er bat um unsere Unterstützung, die wir sehr gerne gaben und auch gleich eine Idee für die Umsetzung hatten: Die Grotte vor unserer Brüderkirche sollte neu bepflanzt werden, vor dem neu entstandenen Mutterhaus fehlte noch ein Blumenbeet und ein Hochbeet für Kräuter und Gemüse wünschten wir uns schon lange.

Niclas Locker ist der Klassenlehrer der Berufsfachschulklasse 2 Wirtschaftstechnik der Berufsbildenden Schule in Montabaur. Die 17- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler seiner Klasse wollen bis zum Sommer 2024 den Abschluss der mittleren Reife erreichen. Da sie dazu lediglich ein Jahr Schulzeit zusammen verbringen, fand Locker die Idee zur Teilnahme bei der 72-Stunden-Aktion, überaus geeignet, um die Klassengemeinschaft noch weiter zu fördern. Er bewarb sich mit seiner Klasse für ein Projekt. Spannend dabei war, dass die Schülerinnen und Schüler zwar über die Aktion informiert waren, mit dem Get-it-Projekt jedoch erst einen Tag vorher erfuhren, was es zu tun gab.

Jetzt konnte es losgehen: Leider hatte der Himmel just an diesem Freitag alle Schleusen geöffnet und der Regen sowie die Kälte bremsten zwar den Spaß etwas, ans Aufgeben jedoch dachte niemand. Wir alle, Schüler und Brüder, packten tatkräftig an, nasse Füße inbegriffen. Doch am Ende war es geschafft: Alle Pflanzen können sich nun auf das Wachsen konzentrieren. Wovon sich auch die Landtagsabgeordnete Jenny Groß überzeugte. Die ausgebildete Pädagogin ist sicher: „Solche Aktionen sind unter anderem für die Teambildung bei den Menschen sehr wichtig.“
Dem 18-jährigen Daniel Valchov hat es gefallen: „Das war echt eine coole Aktion, das Wetter hätte besser sein können.“ Sein Klassenlehrer Niclas Locker fand: „Die Hand-in-Hand-Aktion hat den Zusammenhalt gefördert und gestärkt.“ Auch bei einem gemeinsamen Mittagsessen, das zum weiteren Austausch genutzt wurde.

Wir, die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder in Montabaur, bedanken uns bei allen Beteiligten dafür, dass wir ein Teil der 72-Stunden-Aktion sein durften.

Besuchen Sie uns

Wir freuen uns über Ihren Besuch während unseren Gottesdiensten in unserer Mutterhauskapelle.

Dienstag - 17:30 Uhr
Donnerstag - 9:00 Uhr
Sonntag - 9:00 Uhr